Umbau Betriebsgelände Steyrling

Ein Ort, den kaum jemand kennt – und doch unverzichtbar für die Qualität von Hochleistungsstahl.

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Baustelle Berg. Meisterleistung im Winter.

Einblicke in das Spezialbauprojekt „Steyrling“ der BT Bau

Ein Ort, den kaum jemand kennt – und doch unverzichtbar für die Qualität von Hochleistungsstahl. In Steyrling, Gemeinde Klaus an der Pyhrnbahn, betreibt die voestalpine ein Kalkwerk. Täglich werden hier 2.000 Tonnen Gestein abgebaut, gebrochen, gebrannt – und rund 1.000 Tonnen davon auf zwei Güterzüge verladen. Ihr Ziel: Linz. Ihr Zweck: Stahlveredelung. Der Kalk wirkt dabei wie ein Filter – ein natürlicher Reiniger, der Unreinheiten bindet und als Schlacke aus dem Prozess der Stahlfertig entfernt wird.

„Man muss sich das vorstellen wie einen Schwamm“, erklärt Bauleiter Benjamin Gottenhuber. Ein Schwamm, der Verunreinigungen aufnimmt und damit die Stahlgüte deutlich erhöht.

Doch was hat BT Bau damit zu tun?

Arbeiten am Berg. Mitten in der Kraft der Elemente.

Das Projekt begann mit einer Sanierung: Das alte Betriebsgebäude, knapp 100 Jahre alt, wurde entkernt und technisch wie optisch in die Gegenwart geholt. Doch das war nur der Auftakt. Die eigentlichen Herausforderungen warteten weiter oben – im steilen Gelände des Kalkbergs, auf 800 bis 1.000 Höhenmetern.

„Im Winter raufzufahren, ist für sich schon ein Abenteuer“, sagt Gottenhuber und schmunzelt. „Die Straße ist eng, steil – und mit einem voll beladenen Mischwagen kommt man nicht mal im Sommer heil rauf. Da läuft dir vollbeladen der Beton von selbst hinten raus.“

Und trotzdem: Das Team von BT Bau hat geliefert. Bei jedem Wetter. Im steilsten Gelände. Mitten im Berg.

Ein Tunnel aus Stahl und Beton. Und aus kluger Voraussicht.

Besonders markant: das neue Tunnelbauwerk am Stollenportal. Dort, wo das Förderband den Kalk aus dem Inneren des Berges ins Tal bringt, wurde eine massive Schutzkonstruktion errichtet – rund 18 Meter lang, mit einem Meter starken Decken. Warum? „Weil bei Sprengungen oder durch natürliche Erosion Felsen herabstürzen können“, so Gottenhuber. Der Tunnel fängt diese Kräfte ab – bevor sie das Förderband beschädigen.

Es ist eine durchdachte Maßnahme. Vorausschauend. Substanziell.

Spezialbau? Nein: Pionierarbeit.

Was die Mannschaft dort leistet, ist kein Baualltag. Es ist Spezialbau unter Sonderbedingungen. Es ist Pionierarbeit in der Tiefe. „Das ist keine 08/15-Baustelle“, sagt Gottenhuber. „Das ist ein Prototyp. Und das macht’s so spannend.“

Die Arbeiten, ursprünglich für den Sommer geplant, starteten im Februar. Tiefster Winter. Und trotzdem: „Wir haben es durchgezogen. Und die Bauzeit gehalten“, sagt er mit hörbarem Stolz. Das Team? „Großartig. Die haben wirklich alles gegeben.“

So sind sie. Unsere Möglichmacher.

PS: Whats next in Steyrling?

Bauen unter Tage: Wenn Logistik zur Ingenieurskunst wird.

Das nächste Kapitel dieses Projekts? Ein neuer Abwurfschacht. Wieder tief im Berg. Wieder unter Extrembedingungen. „Wir bauen da zwei bis drei Monate lang mitten im Fels“, erzählt der Bauleiter. „Mit Mischwägen, Bewährung, Schalung, Lüftung – alles muss im Einbahnsystem in den Berg rein und wieder raus.“ Dabei zählt jeder Handgriff.

Denn gearbeitet wird mit kaltem Stahl, bei Minusgraden, mit Maschinen, die noch mit Verbrennungsmotor laufen. „Da brauchst du ein funktionierendes Belüftungskonzept“, so Gottenhuber. „Frische Luft rein. Verbrauchte Luft raus. Sonst geht da drin gar nichts.“

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