Sie sehen hier eingebettete Inhalte von LetsCast. Mit einem Klick auf den Button stimmen Sie zu, dass Daten an LetsCast übermittelt werden und dort verarbeitet werden können. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Weitere InformationenAus Starkregen wird sanfter Abfluss
Wenn es in Schwertberg regnet, dann oft nicht einfach so – sondern heftig. So heftig, dass in den Gärten der Einfamilienhäuser plötzlich kleine Flüsse entstehen, die sich ihren Weg durch Siedlungen bahnen – bis der Keller voll ist. Oder der Schlamm im Blumenbeet liegt. Damit ist jetzt Schluss.
Ein Jahr lang hat BT Bau gemeinsam mit Gemeinden und Planern an einer Lösung gearbeitet, die sich sehen lassen kann – oder besser: die man spürt, wenn es wieder kracht vom Himmel. Bauleiter Benjamin Gottenhuber kennt jedes Detail dieses Projekts,
das mit rund 2,5 Millionen Euro (von der EU) -gefördert wurde. Und erklärt es so, dass man es versteht.
Ein Trichter – und mittendrin: Schwertberg.
„Geologisch ist das ein Hotspot“, sagt Gottenhuber. Ein großer Kessel, eingerahmt von Hanglagen. „Wie ein Trichter – oben breit, unten eng.“ Und unten ist eben Schwertberg. Wenn sich hier ein Unwetter entlädt, rauscht das Wasser talwärts – früher unkontrolliert, jetzt kanalisiert.
Denn BT Bau hat Becken gebaut. Große. Mehrere. Sie fangen Oberflächenwasser auf, drosseln es, und leiten es gezielt über Kanäle ab – bis in die Aist, wo es hingehört. Damit bleibt es trocken in den Wohngebieten. Oder zumindest deutlich kontrollierter als zuvor. „Das ist nicht nur ein technisches Projekt, sondern ein Sicherheitsgefühl für 200 bis 300 Haushalte.“
Was hier passiert ist: Hochwasserschutz zum Anfassen.
3000 Kubikmeter Wasser fangen die neuen Becken auf. Inklusive Stauraumkanälen mit Überdimension: Wenn das Wasser kommt, staut es sich zurück – nicht in den Gärten, sondern in den Rohren. Ein ausgeklügeltes Einlaufbauwerk mit Drossel sorgt dafür, dass nichts zu schnell abläuft. Und schon gar nichts überläuft.
Die Umsetzung? Beeindruckend präzise. „Wir haben die EU-weite Ausschreibung gewonnen und das Projekt nahezu eins zu eins wie geplant umgesetzt“, erzählt Gottenhuber. Mit klugen Optimierungen, etwa bei der Höhenlage einzelner Becken.
Mehr bewegen, aber weniger transportieren.
„Ein wichtiger Aspekt war, die Erde vor Ort zu belassen“, sagt Gottenhuber. Tausende Kubikmeter wurden bewegt – und gleich wiederverwendet. Ausgehobenes Material wurde stabilisiert, mit Kalk vermischt und zu Dämmen modelliert. Das spart nicht nur LKW-Fahrten durch den Ort, sondern auch CO₂ – und schont die Nerven der Anrainer.
Und wie kam das an?
Gut. Sehr gut sogar. Bei einem Infoabend waren 90 % der betroffenen Anrainer da – inklusive Bürgermeister, Landespolitik und Planung. „Die Leute waren froh, dass endlich was passiert“, erinnert sich Gottenhuber. Das positive Echo aus der Bevölkerung zeigt: Die Maßnahme wurde nicht nur gebaut, sondern verstanden.
Ein Projekt ist nur so stark wie sein Team.
Vier Bagger im Einsatz, zwei Poliere, Vorarbeiter – und eine Mannschaft, die reibungslos zusammengearbeitet hat. „Ein großes Danke an mein Team“, sagt Gottenhuber. „Das hat wirklich gut funktioniert.“
Ein Projekt von BT Bau. Für Sicherheit, gegen Hochwasser und Schlamm. Und für
das gute Gefühl, wenn’s wieder mal donnert.